Die Iren an sich

Achtung, Achtung langer Blogpost ☺

Hey,

mittlerweile bin ich fast zwei Monate hier. Ist das zu glauben? Kommt mir vor als wäre ich letzte Woche erst abgereist! Auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass die Iren sich sehr von den Deutschen unterscheiden oder die Deutsche von den Iren, je nachdem wie man es nimmt.

Mal angefangen bei den Erwachsenen. Da ich als Ausländer noch nicht so den perfekt Plan habe, wo alle Bushaltestellen, Museen und Parks sind, frag ich immer Jemanden nach dem Weg und es wird mir immer geholfen. Wenn die Person, die man fragt sich selber nicht so sicher ist, dann fragt sie selbst nochmal andere Leute, die in der Nähe sind. Dann wird kurz diskutiert und am Ende weiß man immer, wo man hin muss. Aber oft muss man auch gar nicht nach dem Weg fragen um Hilfe zu bekommen. Als ich einmal mit googel maps durch die Stadt lief wurde ich von 2 Leuten angesprochen, ob ich etwas suchen würde… Also keine falsche Scheu, in Irland kann man jeden nach dem Weg fragen. Oder wenn einem einfach im Bus langweilig ist, kann man sich super mit seinem Sitznachbarn unterhalten. Ich persönlich habe mich neulich super nett mit einer älteren Dame im Bus über ihre Enkelkinder unterhalten. Hier wird Freundlichkeit wirklich groß geschrieben: Dinge, wie an der Kasse vorgelassen zu werden und anderen Menschen ganz kurz helfen sind hier eine Selbstverständlichkeit. Auch die irischen Kinder/ Jugendliche sind super freundlich. Niemand wird dumm angemacht, auch wenn man seinen Gegenüber nicht mag ist man super freundlich. Gerade als ATS (Austauschschülerin)„kümmern“ sich alle um einen. Man wir immer gefragt, ob man alles versteht, Fragen hat oder einfach wie es einem geht.

Trotzdem sind die super freundlichen und hilfsbereiten Iren schon ein bisschen komisch. Jeder, und wenn ich jeder sage meine ich auch wirklich jeder, trinkt hier Leitungswasser und zwar aus zwei Gründen: der erste Grund ist, dass die meisten einfach kein Sprudelwasser mögen. Doch der Hauptgrund ist, dass sie nicht so viel Plastikmüll produzieren wollen, denn jeder tut hier auf umweltfreundlich und ist stolz darauf auf der „grünen Insel“ zu wohnen. Aber Müll trennen ist anscheinend vollkommen überbewertet: Restmüll und Plastik kommt einfach alles zusammen und oftmals wird noch nicht einmal Papier getrennt. Naja, jeder wie er mag.

Eigentlich wollte ich auch noch über ein paar irische Redewendungen schreiben, aber sonst wäre der Blogpost einfach viel zu lang geworden, also kommt in den nächsten Tagen ein neuer Post über Redewendungen.

Take care

Kathi♥

2 Gedanken zu „Die Iren an sich

  1. Es ist schon irre (oder irisch?), dass jeder, der mal in Irland war das so erlebt hat: die Menschen werden als außergewöhnlich freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen beschrieben. Kann das wirklich auf eine Nation zutreffen? Respekt!
    Dann passt du ja super dahin!❣️

  2. Hat einer in dieser Woche mal das „Perfekte Dinner“ gesehen? Das läuft im TV bei Vox. Ich weiß, ich weiß, eigentlich schaue ich nur ARTE und auch niiiiiiiemand schaut „Shopping Queen“, aber zufällig hab‘ ich’s halt gesehen:
    Es war eine spezielle Woche mit Auswanderern aus Irland! Abgesehen davon, dass die auch lecker gekocht haben, haben sie versucht zu erklären, was die irische Mentalität so besonders macht. ALLE waren sich mal wieder einig, dass die Iren besonders „entschleunigt“, gelassen und freundlich durch’s Leben gehen (und die Teilnehmer wohnten alle in/um Dublin).
    Ich möchte auch mal nach Irland!
    LG, ich komme dich einfach besuchen. ?

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