Irisch für Anfänger

„What´s the craic“ oder besser gesagt einfach „Hey“

Heute schreibe ich über irische Redewendungen, die mir über den Weg gelaufen sind. Es kann sein, dass die Redewendungen nur in Dublin geläufig sind oder dass sie nicht nur typisch irisch sind sonder vlt. auch britisch, aber auf jeden Fall lernt man sie nicht in der Schule. Ich schreibe immer den Ausdruck, dann baue ich es in einen Satz ein oder einen Minidialog und anschließend löse ich auf. So kann man noch ein bisschen mitraten.

1) “What´s the craic?”

Beispiel: A: “What´s the craic?”

B: “Hey. I´m just doing my homework”

Meistens einfach nur ein anderer Ausdruck für “Hallo” und gleichzeitig eine Frage, ob es was Neues gibt. Am besten antwortet man mit “Hello” oder “Hey” und gibt in einem ganz kurzem Satz den Stand der Lage.

2) “How are you?”

Beispiel: A: „How are YOU?“

B: „Hello“

Das ist auch eine andere Art einfach „Hallo“ zu sagen. Niemand möchte wirklich wissen, wie es dir geht. Wenn du dann antworten möchtest, einfach zurück grüßen. Außerdem muss man auf die Betonung achten. Wenn „How are“ total zusammengenuschelt wird und „you“ besonders lang und weich gesagt wird, dann ist es nur zur Begrüßung. Wenn jedoch jedes Wort lang und deutlich ausgesprochen wird, mit besonderer Betonung auf „are“, dann möchte dein Gegenüber tatsächlich wissen, wie es dir geht – was allerdings eher selten der Fall ist.

3) „Grand“

Beispiel: A:„How was school today?“

B:“Grand.“

„Grand“ bedeutet so viel wie „gut“ und man benutzt es so bei ziemlich jeder Gelegenheit.

4) „Sambo“

Beispiel: A:“What do you get for lunch?“

B:“A sambo with tuna and you?“

Die Iren basteln gerne an Wörtern rum und lassen sie besonders gerne auf „0“ enden. „Sambo“ ist einfach nur ein anderes Wort für Sandwich.

5) „Come here“

Beispiel: A:“Alex, Clodagh come here! You can talk later!“

„Come here“ bedeutet so viel wie „hör zu“ oder „pass auf“. Demnach fällt es nicht gerade selten im Unterricht, aber auch wenn man das Gefühl hat dein Gegenüber hört dir nicht richtig zu.

OK, das waren die ersten 5 Redewendungen. Ich werde mindestens noch einen Teil „Irisch für Anfänger“ hochladen, da es längst noch nicht alle Redewendungen waren.

Take care

Kathi ♥

Die Iren an sich

Achtung, Achtung langer Blogpost ☺

Hey,

mittlerweile bin ich fast zwei Monate hier. Ist das zu glauben? Kommt mir vor als wäre ich letzte Woche erst abgereist! Auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass die Iren sich sehr von den Deutschen unterscheiden oder die Deutsche von den Iren, je nachdem wie man es nimmt.

Mal angefangen bei den Erwachsenen. Da ich als Ausländer noch nicht so den perfekt Plan habe, wo alle Bushaltestellen, Museen und Parks sind, frag ich immer Jemanden nach dem Weg und es wird mir immer geholfen. Wenn die Person, die man fragt sich selber nicht so sicher ist, dann fragt sie selbst nochmal andere Leute, die in der Nähe sind. Dann wird kurz diskutiert und am Ende weiß man immer, wo man hin muss. Aber oft muss man auch gar nicht nach dem Weg fragen um Hilfe zu bekommen. Als ich einmal mit googel maps durch die Stadt lief wurde ich von 2 Leuten angesprochen, ob ich etwas suchen würde… Also keine falsche Scheu, in Irland kann man jeden nach dem Weg fragen. Oder wenn einem einfach im Bus langweilig ist, kann man sich super mit seinem Sitznachbarn unterhalten. Ich persönlich habe mich neulich super nett mit einer älteren Dame im Bus über ihre Enkelkinder unterhalten. Hier wird Freundlichkeit wirklich groß geschrieben: Dinge, wie an der Kasse vorgelassen zu werden und anderen Menschen ganz kurz helfen sind hier eine Selbstverständlichkeit. Auch die irischen Kinder/ Jugendliche sind super freundlich. Niemand wird dumm angemacht, auch wenn man seinen Gegenüber nicht mag ist man super freundlich. Gerade als ATS (Austauschschülerin)„kümmern“ sich alle um einen. Man wir immer gefragt, ob man alles versteht, Fragen hat oder einfach wie es einem geht.

Trotzdem sind die super freundlichen und hilfsbereiten Iren schon ein bisschen komisch. Jeder, und wenn ich jeder sage meine ich auch wirklich jeder, trinkt hier Leitungswasser und zwar aus zwei Gründen: der erste Grund ist, dass die meisten einfach kein Sprudelwasser mögen. Doch der Hauptgrund ist, dass sie nicht so viel Plastikmüll produzieren wollen, denn jeder tut hier auf umweltfreundlich und ist stolz darauf auf der „grünen Insel“ zu wohnen. Aber Müll trennen ist anscheinend vollkommen überbewertet: Restmüll und Plastik kommt einfach alles zusammen und oftmals wird noch nicht einmal Papier getrennt. Naja, jeder wie er mag.

Eigentlich wollte ich auch noch über ein paar irische Redewendungen schreiben, aber sonst wäre der Blogpost einfach viel zu lang geworden, also kommt in den nächsten Tagen ein neuer Post über Redewendungen.

Take care

Kathi♥

Gastfamilie gewechselt? Wieso? Weshalb? Warum?

Ich hab vorletzte Woche meine Gastfamilie gewechselt aus ein paar verschiedenen Gründen. Der Hauptgrund allerdings ist ziemlich simpel. Meine alte Gastfamilie war zwar nett zu mir, aber es war keine richtige Familie. Es war mehr wie in einem B&B, da meine Gastfamilie nie zuhause war und wir auch nie was zusammen gemacht haben. Ich hab mich einfach unwohl gefühlt. Jetzt bin ich seit fast zwei Woche in meiner neuen Gastfamilie und ich fühle mich schon viel wohler. Jetzt hab ich 4 kleine Gastgeschwister. Die jüngste ist 6 und der älteste ist 12. Wir machen auch viel mehr zusammen, gehen in die Kirche, zu Fußballspielen meiner Gastbrüder, schauen zusammen Filme und frühstücken zusammen. Insgesamt gibt es einfach mehr Familienleben, was es in meiner alten Gastfamilie nicht gab. 🙂

Allgemein find ich, seine Gastfamilien zu wechseln ist keine Schande, denn man sollte nicht in einer Familie leben in der man sich nicht wohlfühlt. Wenn es einfach nicht passt, dann passt es nicht. An alle Austauschschüler die den Blog hier vielleicht lesen: wenn es ein Problem gibt, das sich auch nicht lösen lässt durch reden mit der Gastfamilie – einfach Mund aufmachen, Betreuerin kontaktieren, Eltern kontaktieren, mit seiner Gastfamilie sprechen, eine Woche warten und umziehen. Natürlich braucht man ein guten Grund um die Familie zu wechseln und nicht nur „ich find das Geschirr nicht schön“.
Bis bald
Eure Kathi 🙂

Das Beste kommt zum Schluss

Die letzten zwei Tage der „acitvity week“ waren richtig cool.
Am Donnerstag sind wir nach „Larch Hill“ gefahren. Dort haben wir uns abgeseilt, geklettert, Geocaching gemacht, ein Parcourslauf und sind mit speziellen Schlitten auf der Wiese Schlitten gefahren. Alle irischen Mädchen fanden „Wiesen-Schlittenfahren richtig cool, da es in Irland nicht wirklich Schnee gibt und so die meisten zum ersten Mal in ihren Leben Schlitten gefahren sind. Als ich Ihnen erzählt hab, dass man in Deutschland im Winter meistens Schlitten fahren kann waren alle der festen Überzeugung, dass sie nach Deutschland ziehen müssen. ?
Freitag waren wir im Museum. Die größte Herausforderung war für mich das Museum überhaupt zu finden. Insgesamt bin ich eine halbe Stunde in Dublin rumgeirrt, aber nicht ganz planlos, denn die Iren waren sehr hilfsbereit als ich sie nach dem Weg gefragt habe und ein paar Omas haben mich auch von sich aus angesprochen, ob ich etwas suchen würde. Als ich dann endlich das Museum gefunden hatte stellte sich heraus, dass das Museum geschlossen hatte, also sind wir ins „National natural Museum of Ireland“ gegangen. Dort standen überall ausgestopfte Tiere oder Nachbauten. Nachdem man sich daran gewöhnt hatte, dass überall tote Tiere sind, war es eigentlich sehr interessant und es hat Spaß gemacht mit seinen Freunden durchs Museum zu laufen. Nach einer Stunde sind wir auch wieder gegangen. Ingesamt war die „acitvity week“ gelungen. Wahrscheinlich werden wir so etwas öfters machen mit dem TY (transion Year), da das TY eine Abwechslung zu den anderen Schuljahren seien soll.

Bis bald Kathi

Im Museum mit Lauren, Alex und Clodagh

Im Museum mit Lauren, Alex und Clodagh